Music Unites
  • "Mein Schaffen war stets der
    europäischen Tradition und
    den Ideen des Humanismus
    verpflichtet"
    Krzysztof Penderecki
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Ein Grußwort

Mit großer Trauer müssen wir von Krzysztof Penderecki Abschied nehmen, der am 29. März 2020 in Krakau gestorben ist. Mit ihm verliert die Musikwelt den bedeutendsten Komponisten seines Heimatlandes Polen. Bereits mit seinem Frühwerk einer der führenden Repräsentanten der musikalischen Avantgarde in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, wandte er sich bewusst auch der Neudeutung und Anverwandlung der Tradition zu.

„Ich bin einer der letzten Vertreter der großen Form, der alles schreibt: Sinfonien, Opern, Oratorien, Konzerte und Kammermusik. Ich arbeite so, wie ein Komponist des 19. Jahrhunderts, der alles können musste, auch Dirigieren.“ - Schon in den späten 1950er Jahren suchte und fand Penderecki im Spannungsfeld von Geräusch und Musik neue Möglichkeiten des kompositorischen Ausdrucks. Mitte der 1980er Jahre fand sich der Komponist an exponierter Stelle mitten in der Postmoderne-Diskussion wieder. Für ihn ergab die Gleichung aus Avantgarde und Tradition keinen Widerspruch; vielmehr glaubte er an eine Ästhetik der Synthese: „Ich habe Jahrzehnte damit verbracht, neue Klänge zu suchen und zu finden. Gleichzeitig habe ich mich mit Formen, Stilen und Harmonien der Vergangenheit auseinandergesetzt. Beiden Prinzipien bin ich treu geblieben…“. Meisterwerke wie die 7. Sinfonie „Seven Gates of Jerusalem“, die Oper „Die Teufel von Loudun“, das „Polnische Re-quiem“ und die wegweisende Lukas-Passion zeugen von der breiten internationalen Bewunderung, die dem Komponisten zuteil wurde und ihn zu einem der meistgespielten Komponisten unserer Zeit machte.

Mit seiner Musik setzte Krzysztof Penderecki auch politische und religiöse Akzente. Das Instrumentalwerk „Threnos“ widmete er den Opfern der Katastrophe von Hiroshima, das Klavierkonzert „Resurrection“ jenen des 11. Septembers 2001. Im „Polnischen Requiem“ stellte Penderecki auf vielfältige Weise Bezüge zu seinem Heimatland her. Das Lacrimosa entstand 1980 als Auftrag der polnischen Gewerkschaft Solidarność, weitere Teile schrieb der Komponist zum Gedenken an die Opfer von Auschwitz und des Warschauer Aufstands. Als den Komponisten 2005 die Nachricht vom Tod Papst Johannes Paul II. erreichte, fügte er die Ciaccona in memoriam Giovanni Paolo II hinzu.

Ein Merkmal seiner künstlerischen Arbeit ist, dass er über Jahrzehnte freundschaftlich mit heraus-ragenden Solisten zusammen arbeitete. Zahlreiche Solowerke für Künstler wie Anne-Sophie Mutter (u.a. das zweite Violinkonzert Metamorphosen), Boris Pergamenschikow (Concerto grosso) oder Mstislaw Rostropowitsch (Concerto per violoncello ed orchestra no. 2) durchziehen sein Werkverzeichnis.

Seine Liebe zur Musik wollte Kryzsztof Penderecki an die nachfolgenden Generationen weitergeben. Unweit seines Wohnsitzes in Lusławice baute er das Krzysztof Penderecki European Centre for Mu-sic auf. Der von ihm gegründete und inspirierte Studienort bringt hochbegabte junge Musiker aus der ganzen Welt mit international renommierten Solisten zusammen, um in Meister-Schüler-Partnerschaften ihre Fähigkeiten langfristig zu entwickeln und zu perfektionieren. Das Zentrum gehört zusammen mit seinen Meisterwerken zum bleibenden Vermächtnis.

Music Unites wird dem Schaffen von Krzysztof Penderecki und den künstlerischen Zielen der Akademie stets verbunden bleiben.

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Über uns

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Als Komponist, Dirigent, Lehrer und Nachwuchs-förderer gehört Krzysztof Penderecki nicht nur zu den renommiertesten Persönlichkeiten der internationalen Klassik-Szene, er fungiert darüber hinaus auch als einer der einflussreichsten Kulturbotschafter seiner polnischen Heimat. Sein weit über 100 Werke umfassendes Œuvre spiegelt sämtliche Genres, Gattungen und Stile der europäischen Musiktradition, ebenso wie es mit originären Ansätzen der Avantgarde entscheidende Impulse verlieh. Mittlerweile repräsentieren erfolgreiche Schlüsselwerke wie "Lukas-Passion", "Die Teufel von Loudun", "Polnisches Requiem" und "Seven Gates of Jerusalem" Pendereckis kompositorische Handschrift, ein Amalgam ureigener Klangvisionen und überlieferter Formen, Stile und Harmonien.

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Die Akademie

dieakademie

Das European Krzysztof Penderecki Music Centre hat als Ziel die Förderung höchst begabter Nachwuchsmusiker aus der ganzen Welt, um ihnen den Ausbau ihrer Fähigkeiten zu ermöglichen und künstlerische Reife zu erlangen. Das Zentrum wird zur Begegnungsstätte für begabte Musiker und Professoren – führende Spezialisten der darstellenden Künste, Komposition und Geisteswissenschaften im breitesten Sinne. Die Gäste des Zentrums werden in Meister-Schüler-Partnerschaften die geistigen Werte der mitteleuropäischen Traditionen pflegen.

Durch wertvolle Kontakte und regen Erfahrungsaustausch werden den jungen Künstlern fundierte Kenntnisse musikalischer Stile und Struktur und Inhalt musikalischer Werke vermittelt. Eine Einführung in die philosophischen, religiösen und sozialen Grundlagen der Musik werden die jungen Künstler angeregt, ihre Fähigkeiten für den Auftritt zu üben und auszubauen, wobei ihre Phantasie immer eine Vorrangsstellung vor der reinen Technik haben sollte.

Das Hauptziel des European Krzysztof Penderecki Music Centre ist die Förderung junger begabter Musiker in der Interpretation der Sololiteratur, Kammermusik und Orchesterwerke unter der persönlichen Anleitung lebender zeitgenössischen Komponisten.


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